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Oekumenischer Ratschlag

Einladung zu einem weiteren Oekumenischen Ratschlag

Thema: Eine neue Reformation ist notwendig
Konziliarer Prozess und Nachhaltigkeitsziele als Wegweiser

am Sonntag, 8. Oktober 2017, 10:00-17:30 h, im Ökumenischen Bildungszentrum, Mannheim

An alle, die das Leben auf der Erde für kommende Generationen erhalten wollen

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

unser nächster Ratschlag befasst sich erneut mit den UNO-Nachhaltigkeitszielen (SDGs) im Vergleich mit den Zielen des Konziliaren Prozesses der ökumenisch ausgerichteten Kirchen.
Der Schwerpunkt liegt diesmal auf der Umsetzung der Ziele: Wie können sie durch verstärkte Bildungsarbeit in Gemeinden, Kommunen, Gruppen, AGs zum Erfolg geführt werden?
Das Reformationsjubiläum bietet Anlass für Überlegungen, was die Agenda 2030 zur Erneuerung der Kirchen beitragen kann – und was eine im Sinne des konziliaren Prozesses erneuerte Kirche in Gang zu setzen vermag. Die Antwort hängt davon ab, welchen Stellenwert der Konziliare Prozess im Selbstverständnis der Kirchen hat. Ist er nur ein Thema unter anderen oder gehört er zu den konstitutiven Merkmalen des Kircheseins?

Die Einladenden halten die im Konziliaren Prozess eingegangene Verpflichtung, gerechten Frieden zu fördern und die Schöpfung zu bewahren für ein Wesensmerkmal von Kirche. Damit gewinnen aber auch die SDGs einen hohen Stellenwert in der Kirche mit allen ihren Ebenen, weil sie zu einem großen Teil den Zielen des Konziliaren Prozesses entsprechen.

Die Kirche muss sich ständig erneuern entsprechend dem reformatorischen Leitspruch — „Ecclesia semper reformanda“. Sie darf sich nicht auf das Seelenheil der Gläubigen beschränken. Sie muss sich neu ausrichten auf die Mitwelt des Menschen. Es braucht eine große Transformation,

Eine grüne Reformation, die gerechten Frieden schafft
Das Programm: Vorgesehen sind drei Impulse, die nachmittags in AGs diskutiert werden. Unsere ReferentInnen kommen dazu aus Österreich, der Schweiz und Deutschland.
Dr. Beat Dietschy, Präsident von „Commundo“ und ehemaliger Zentralsekretär von „Brot für alle“ in der Schweiz, wird den von den Politikern neu entdeckten Begriff der Gerechtigkeit behandeln. Er beginnt mit einer Rückblende auf die „Ecclesia semper reformanda“ in der Reformationszeit und wird auf die mögliche Wechselwirkung von konziliar erneuerter Kirche und SDGs eingehen.

Pfarrerin Eva Hadem, Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und Leiterin des Lothar-Kreyssig-Hauses in Magdeburg, wird sich anhand des Magdeburger Manifests mit dem ökumenisch intensiv diskutierten Begriff des gerechten Friedens befassen. Dieses Friedensverständnis wird dann zur Überwindung des Krieges und des militärischen Sicherheitsbegriffs führen, wenn er die Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung zu seinen Inhalten macht. Das eröffnet Weiterentwicklungsmöglichkeiten u.a. für das dem Frieden gewidmete SDG 16.

Isolde Schönstein, Mitgründerin des European Christian Environmental Network (ECEN) und der Arbeitsgemeinschaft Schöpfungsverantwortung in Österreich, wird sich der ökologischen Reformation /Transformation unserer Gesellschaft und Wirtschaft widmen.

Ein Flyer mit weiteren Details zum Programm, Hinweisen zum Tagungsort und der Verbindung mit der am Freitag beginnenden Kairos Europa-Jahrestagung zum Thema „Kapitalismus, Krisen & Kirche“ http://kairoseuropa.de/wp-content/uploads/2017/06/2017-Tagung-Mannheim-Programm.pdf steht zu Verfügung.

Mit herzlichen Grüßen
von der Vorbereitungsgruppe
Norbert Bernholt, Werner Gebert, Christoph Grosse, Michael Held, Ulrich Schmitthenner, Peter Schönhöffer und Dr. Klaus Wazlawik

P.S. Willkommen ist eine baldige formlose Anmeldung mit Namen, Ort und E-Mail an die Adressen und oder per Post an die Stiftung Oekumene, Lindenspürstr. 30, 70176 Stuttgart.

Anfahrt:

Lageplan: Manheim SanctClara


Die Ergebnisse der zurückliegenden Oekumenischen Ratschläge seit der Oekumenischen Versammlung 2014 in Mainz sind hier nachlesbar: